Presseartikel

„...denn die deutschen Texte fügen sich hier zu einer Musik, die alles Mögliche, vor allem aber Jazz ist. Das ist bislang noch kein großer Trend und wirkt schon deshalb ungewöhnlich frisch, weil schultzing-Frontfrau Hanna Jursch emotionale Unverkrampftheit und vokale Souveränität geschmeidig zu verschmelzen weiß. Sie hat bei Norma Winstone Jazzgesang studiert. Jurschs Attitüde pendelt in der Klapsmühl' - vor einem erlesen kleinen Publikum - in Mannheim zwischen optimistisch bis euphorisch und ironisch-hintersinnig. Raffinesse ist im Spiel, "Sophistication". Eben das gewisse Etwas, das im Pop nicht vorgesehen wäre...

...Hanna Jursch hat einige der Texte selbst geschrieben. Sie sind ziemlich ungeschützt poetisch, in einer "Ballade" etwa, wie der offizielle Arbeitstitel lautet, geht der "fremde Sommer" kalt und stumm vorüber. Doch in überraschend vielen Stücken hört man eine Stimme, aber keinen Text. Jursch arbeitet mit Vokalisen und Versatzstücken des Scat-Gesangs, auch sonst sucht sie die Nähe zu den Instrumenten.“

Mannheimer Morgen, Hans-Günter Fischer, 15. April 2010

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„Nur bei einem einzigen Lied gab es an diesem Abend einen Text. Ansonsten frönte Sängerin Hanna Jursch dem Scat-Gesang und steuerte damit ein fünftes Instrument zu der Band bei. Die eher ungewöhnliche Formation bietet schultzing die Möglichkeit, immer wieder neue Zusammenspiele zu zelebrieren, um sie dann in gemeinsamen Parts wieder aufzulösen. So ergeben sich zahlreiche interessante Unterformationen.

Den komponierenden schultzing-Mitgliedern – Stefan Schultze und Peter Ehwald – sind einfallsreiche, spannende und erfrischende Stücke mit eigenem Stil gelungen. Und mit ihren Band-Kollegen haben sie durchweg sehr talentierte Musiker gefunden, die beim Konzert den dichten Quintett-Stücken ebenso Leben einhauchen konnten wie den überraschenden Soli, Duetten und den anderen Ansichten und Spielarten der Band.“

Göttinger Tageblatt, Isabel Trzeciok, 16. April 2009

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“One unique characteristic of this band is Hanna Jurschʼs interpretation of lyric and her interpretation of wordless vocal lines. Jursch succeeds in conveying as much emotion with sound as she does with lyric, blending seamlessly with instrumental lines while fearlessly adding emotional content in unlikely passages (listen to her contribution to the free instrumental section on "Mond" for example).
In short, schultzing is a combination of spirit, disciplined freedom and creativity. The result is a wonderful tour de force that will make you laugh (how about the introduction to "Granada"!), cry and most importantly, rejoice in their sound. I look forward to listening to this album many times and for years to come.”

Linernotes zu „war das schon immer so?“ von Gabriel Alegria, artistic director of Jazz Peru International, Lima, Juni 2008

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„Das erste Mal als ich die Musik von schultzing hörte, saß ich im Zug nach Köln. Es war ein verhangener Märztag, der tragbare CD Player lief und vor mir lag das Notenmaterial der Stücke, die ich hörte. Ich hatte es schon zuvor ein wenig studiert und mir war klar: Hier hast du es mit intelligenten und anspruchsvollen Kompositionen (Stefan Schultze und Peter Ehwald) zu tun.

Seltsamerweise wandte ich meinen Blick immer häufiger ab vom Notenpapier und schaute draußen in die Landschaft, begleitet von der wunderbaren Stimme Hanna Jurschs, dem lyrischen Saxofon- und Klarinettenspiel Peter Ehwalds und einer furchtlosen Rhythmusgruppe (Stefan Schultze, Peter Schwebs, Timo Warnecke), die mit federnder Präsenz, Farbenreichtum und dynamischer Bandbreite den Kompositionen, oder sollte ich besser sagen ‚Liedern’, das gab, was sie brauchten. Aber auch darüber dachte ich nicht weiter nach, sondern ließ mich einfach treiben vom Fluss der Musik und den Bildern, die ich sah.

So verklang das letzte Lied, die Noten des ersten Stückes lagen immer noch auf meinen Knien und ich dachte: So soll es doch eigentlich sein. Da willst du der Musik auf intellektuellem Weg beikommen (und verstehen wir uns richtig: Auch in dieser Hinsicht hat sie eine Menge zu bieten!) und dann schlägt sie dir ein Schnippchen und du hörst einfach nur noch zu. Leises Lauschen.“

Linernotes zu „leises lauschen“ von Matthias Nadolny, 2007

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„Zwei Monate haben sie sich nicht gesehen. Drei von ihnen fliegen direkt aus New York ein. Kein großer Probevorlauf, doch gleich zu Beginn des Konzerts der deutschen Band ist klar, dass hier etwas Denkwürdiges geschieht. Erster Preis. Himmlische Musik. Klänge der Zukunft, doch gleichzeitig von eloquenter Romantik, sensibel, subtil, präzise, frei, schön, intelligent. (...) Schönheit, die wir mit geschlos- senen Augen wahrnehmen, wenn sich die Unermesslichkeit des Klangs in Farben verwandelt. Bilder, die sich mit Natürlichkeit aus einem einfachen Lied ergeben.“

Jazz Granada, „V Concurso Internacional de Intérpretes de Jazz“, Jesús Gonzalo, 2006

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"Mit Charme und ausdrucksstarker Stimme gelingt es Hanna Jursch, Tradition und Moderne zu verbinden [...] die studierten Jazzmusikerinnen Hanna Jursch und Anja Mohr am Klavier zeichnen sich durch gekonnte und phantasievolle Arrangements aus [...] mal swingt es, dann wieder gehen sie über zu Poprhythmen oder vertonter Lyrik [...] Tradition und Experiment bringen die Musikerinnen gut in Einklang [...] Mal dunkel, mal hell bis hin zu samtweichen Tönen- Sängerin Hanna Jursch schöpft die Möglichkeiten ihrer Stimme voll aus. Mit Esprit und Spaß fliegt sie im Lied zum Mond oder stimmt kraftvoll Ray Charles' "Hallelujah, I Love Him So" an. Die Hände wie zum Gebet gefaltet, gelingen ihr auch die leisesten Töne: Andächtig folgt ihr das Publikum [...]"
Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), Laatzen Leine Zeitung, 2. Mai 2006


"...Die vorgegebene Stimmung übernimmt Hanna Jursch mit ihrer kräftigen und intonationssicheren Stimme. Diese bewegt sich zielsicher durch Höhen und Tiefen, vermischt sich textfrei mit dem voluminösen Sound des Flügels. Auffällig hantiert sie dabei mit dem Mikrofon. Stimmgewaltige Passagen erfüllen nahezu unverstärkt den Raum, ihr Flüstern und Hauchen hebt sie mit Hilfe einer kleinen Anlage hervor. Den Blick seitwärts gerichtet lauscht sie bewegt den dichten und zumeist rhythmisch kräftigen Improvisationen Homanns [...] Das Zusammenspiel der beiden vollzieht sich immer sicher in festgelegten, straffen Unisonopassagen und inspirierend freien Klangräumen..."
Stader Tageblatt, 10. April 2006


"...der dynamische, blues-und soulgetränkte Vortrag der Sängerin mit seinen enormen Intervallen erinnert stark an deren Lehrerin Romy Camerun. [...] Hanna Jursch hat eine dunkle, volle und erdige Stimme, die sie mit beseeltem, zielstrebigem Schwung einsetzt..."
Weser Kurier, 18. Februar 2005

"Schweben wie im Traum
"Licht": Souveräne Debüt-CD des "Stefan Schultze Trios"

Hildesheim. Ach, diese coolen weißen Jazzer! Den Glamour, die Show fürchten sie wie den Belzebub. Denken sich Sätze aus wie: „Das Stefan Schultze Trio, bestehend aus Stefan Schultze (Piano), Peter Schwebs (Schlagzeug) und Timo Warnecke (Schlagzeug), hat sich die Sängerin Hanna Jursch und den Saxophonisten Tilman Ehrhorn zum musikalischen Diskurs eingeladen. Thema sind die Kompositionen des Stefan Schultze." Klingt grauenhaft akademisch – doch die soeben veröffentlichte Debüt-Scheibe "Licht" ist ganz anders.

Die CD beginnt quasi mittendrin. Mitten im Song, mitten in der Musik. Hanna Jursch stimmt einen hohen Ton an, stellt das Grundmotiv vor. Die Band spielt treibende Offbeats dazu, ein Trommelwirbel, schon fliegt die Sängerin ihrem ersten Scat-Solo entgegen (dabei werden keine Texte, sondern nur freie Silben gesungen). Ehrhorns Saxophon greift den Faden auf, der Hildesheimer Schlagzeuger Timo Warnecke spinnt ihn mit einem Solo fort, bis sich alle im Ausgangsmotiv wieder finden. Ein starker, souveräner Einstieg. [...]

Höhepunkt der CD ist der Titel "Grüner Delphin". Warnecke eröffnet mit weichen, lebendig gespielten Toms, der Bass spielt eine einfache Linie, sparsames Piano gesellt sich hinzu. Hanna Jursch beginnt eine Scat-Improvisation, die unerwartet in einen deutschen Text mündet. "Weites Grün, blaues Meer..." Faszinierend, wie gut der Klang der Worte zur schwerelos swingenden Musik passt und zu Jurschs Stimme - warum singt die Frau nicht immer deutsch?

"Licht" ist ein erstaunlich reifes Werk, ein Erstling ohne Posen und Zugeständnisse an den Zeitgeist, vielmehr nobel-zurückhaltend. Anders ausgedrückt: Großartig."
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Ralf Neite, 07.01.2004

"Sehr temperamentvoll und einfallsreich geht Stefan Schultze ans Werk: Sein Piano dirigiert sein Trio mit Bassist Peter Schwebs und Schlagzeuger Timo Warnecke und den beiden Gästen, der Sängerin Hanna Jursch und dem Saxophonisten Tilman Ehrhorn. Jurschs Stimme arbeitet häufig instrumental mit vielen gekonnten Improvisationen, eine musikalische Tugend, die nicht mehr viele junge Sängerinnen beherrschen. Schultzes Arrangements vor allem überzeugen durch ihren Einfallsreichtum und Abwechslung... "
Jazzpodium , Hans-Jürgen von Osterhausen , Dezember 2003